
Dunkelwende
Wales, Februar 1995. Als Balletttänzerin Mila Sullivan erfährt, dass ihre Schwester Anna tot in einem einsamen Strandhaus an der walisischen Küste aufgefunden wurde, bricht ihre Welt zusammen. Selbstmord, sagt die Polizei. Anna war schwer krank, es war nur eine Frage der Zeit. Doch Mila glaubt kein Wort davon. Von Annas monatelanger Arbeit, einer Doktorarbeit, die ihr Leben bedeutete, fehlt jede Spur. Und das kleine weiße Cottage, in dem ihre Schwester die letzten Monate verbracht hat, schweigt wie ein Grab. In der rauen Einsamkeit der walisischen Klippen begegnet Mila zwei Männern, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Andy Powell, der herzliche, lebensfrohe Treibholzkünstler, der ihr in dieser dunklen Zeit Halt gibt und Gawain Jones, ein tätowierter, schweigsamer Mann mit einer Vergangenheit, über die niemand spricht. Mila sollte Abstand von ihm halten. Stattdessen zieht es sie zu ihm hin, wider alle Vernunft. Je tiefer sie gemeinsam mit Polizistin Sybil Benson gräbt, desto klarer wird: Was mit Anna geschah, reicht weit zurück – in die dunkelsten Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts. Zu einer Geschichte, die längst begraben schien. Denn die Vergangenheit ist nicht vergangen. Sie wartet. Und sie tötet noch immer.
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