Auf der Fähre zurück nach Deutschland bittet ein Fremder den Berliner Anwalt Max Bremer um einen folgenschweren Gefallen: Er soll einen Brief nach Usedom bringen, verbunden mit der Warnung, ihn unter keinen Umständen zu öffnen.
Anstatt nach Hause zu seiner Familie zu fahren, folgt Max einem dunklen Impuls und der Adresse auf dem Umschlag. Sie führt ihn an einen Ort, den er seit dreiundzwanzig Jahren meidet. In der winterlichen Abgeschiedenheit der Ostsee löst sich Max’ Welt schleichend auf.
Hat er damals wirklich eine Frau getötet? Oder ist der Abgrund in seinem Gedächtnis nur ein grausames Spiel seines Verstandes?
Der atmosphärische Mindturner über Schuld, Verdrängung und die mörderische Kraft der Vergangenheit.
Fünf Jahre Trauer. Eine Sekunde Zweifel.
Nora hat den vermeintlichen Selbstmord ihrer Schwester nur mithilfe von Therapie und Medikamenten verarbeitet. Ihre zerbrechliche Normalität gerät an einem Novembernachmittag in einem Berliner Café ins Wanken, als sie eine Frau sieht, die ihrer toten Schwester unverkennbar ähnelt.
Nora folgt ihr durch die Stadt und stößt auf ein Detail, das nicht existieren dürfte. Ein Detail, das zusammen mit ihrer Schwester verschwunden ist.
Ab diesem Moment bekommt Noras Wirklichkeit Risse. Doch ihre Suche nach Antworten bleibt nicht unbemerkt. Während ihr Umfeld sie für krank erklärt, passieren Dinge, die sie nicht mehr kontrollieren kann. Nora beginnt zu begreifen: Vielleicht geht es hier nicht nur darum, was sie sieht. Sondern darum, was sie besser nicht sehen sollte.
Der Mindturner über Erinnerung, Wahrnehmung und die tödliche Linie zwischen Wahn und Wirklichkeit.